20. März 2015 Spendenübergabe im Kinderherzzentrum Gießen

Spendenübergabe im Kinderherzzentrum Gießen

Nach vielen Jahren haben der Verein Menschen für Kinder e.V. (MfK)  und das Kinderherzzentrum in Gießen  eine neue Partnerschaft begründet.

Mit einem  Spendenscheck über 64.100.- € wurde dies gegenüber den Vertretern des Kinderherzzentrum Gießen am 20. März 2015 symbolisch besiegelt. Das Geld wird für zwei Forschungsprojekte des Kinderherzzentrums eingesetzt. Die ca. 2-jährige Dauer des Forschungsprojektes wird von dem Verein Menschen für Kinder e.V. begleitet.

Der Leiter der Studie Herr Dr. Can Yerebakan, sowie der Oberarzt Dr. Klaus Valeske und der Leiter des Kinderherzzentrum Prof. Dr. med. Hakan Akintürk bedankten sich für die großzügige Unterstützung.

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der„Prospektiven Studie zur Untersuchung des intraoperativen zerebralen und myokardialen Metabolismus während Aortenbogenrekonstruktion mit selektiver Hirnperfusion und dessen Effekte auf die frühpostoperative zerebrale und myokardiale Funktion bei Kindern“. Mit anderen Worten: Die verschiedenen Operationsmöglichkeiten bei Erkrankungen des Aortenbogens und der Blutversorgung während der OP ist der zentrale Punkt der Studie.

Operationen bei diesen Erkrankungen sind seit jeher eine große Herausforderung. Durch den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine (HLM) konnten solche Eingriffe ermöglicht werden. Seitdem liegt der Forschungsschwerpunkt vor allem auf der Reduzierung der postoperativen zerebralen und kardialen Morbidität und Mortalität. Die Gießener Kinderherzchirurgie ist seit Jahren darauf bedacht, möglichst schonend zu operieren und postoperative zerebrale Schäden zu vermeiden.

Das in Gießen angewandte Verfahren wird in dieser Studie untersucht, ob es sich hier um das langfristig schonendere Verfahren handelt. Um genau diese These zu bestätigen, soll im Rahmen der Kinderherzchirurgie bei Aortenbogenrekonstruktion mit selektiver Hirnperfusion die vorliegende Studie durchgeführt werden. Aufgrund der Komplexität vergleichender Studien im Kindesalter existieren im Bereich der Kinderherzchirurgie keine Studien, die Daten zur Sauerstoffversorgung von Hirn- und Herzzellen während selektiver Hirn- und Koronarperfusion und deren Effekte auf die neurologischen Ergebnisse liefern. Diese Daten sind jedoch dringend notwendig, um postoperative Schäden von Myokard und Hirnparenchym zu detektieren und möglicherweise zu verhindern.

MfK wünscht dem Forschungsteam viel Erfolg und wird alle Interessierten  unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ zukünftig über den Verlauf der Studie unterrichten.