Einweihung in St. Leon

Von der RTL-Stiftung, dem Verein Menschen für Kinder e.V. und Pate Bülent Ceylan wurden am 7. November 2014 gemeinsam mehr als 700.000 € an das Petö-Förderzentrum in St. Leon-Rot übergeben.

Es war ein Nachmittag, an dem alle Grund zum Strahlen hatten: "Es ist toll, dass wir so viel Geld zusammengekriegt haben", sagte Bülent Ceylan aus Mannheim. Ermöglicht wurde das mit der Unterstützung der Stiftung "RTL - Wir helfen Kindern“, die die Spendengelder in Höhe von insgesamt 724.776 € überreichte.

In dieser Summe war auch die Spende von dem Verein „Menschen für Kinder e.V.“ in Höhe von 80.000 € enthalten. Mit diesem Geld konnte das Projekt vor sieben Monaten gestartet werden. Großzügige Unterstützung erfolgte auch von der Dietmar-Hopp-Stiftung.

Natürlich freute sich Susanne Huber, die Vorsitzende des Vereins "FortSchritt", über diesen tollen Tag und zwei riesengroße Meilensteine. Mit dem Geld können nun neue Räume für den Verein geschaffen werden, die auf über 500 Quadratmetern im Dachgeschoss des Förderzentrums für Frauen- und Mädchenfußball von "Anpfiff ins Leben" in St. Leon-Rot entstehen. Bei dem zweiten Meilenstein fand der symbolische Spatenstich vor sieben Monate statt. Zum Spaten griffen auch St. Leon-Rots Bürgermeister Dr. Alexander Eger, Anton Nagl ("Anpfiff ins Leben"), Karin Tönshoff und Meike Leupold von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Architekt Martin Vorfelder, Helmut Lawinger (Vorsitzender des „VfB St. Leon“) und Volker Zimmerschied (Vorsitzender des Vereins "Menschen für Kinder e.V.").

Der Verein "FortSchritt" - früher in Walldorf - heute in St. Leon-Rot ansässig, wurde 1995 von Eltern behinderter Kinder gegründet. Heute beschreibt das Motto "Auf eigenen Füßen stehen" die Ziele des Vereins: Um Kinder und Jugendliche mit zerebralen Bewegungsstörungen (Spastik, Ataxie und Athetose) möglichst selbstständig für das alltägliche Leben zu machen, arbeitet "FortSchritt" auf der Basis der sogenannten "Petö Therapie". Entwickelt vom ungarischen Bewegungspädagogen Prof. Andreas Petö, trainieren in diesem Therapiemodell die Betroffenen motorische Grundfähigkeiten wie Stehen oder Laufen parallel zu ihren geistigen Fähigkeiten.

Die Konduktorinnen Agnes Kovacs und Andrea Normantas, beide am Petö-Institut in Budapest ausgebildet, vereinen Fachkompetenzen, die in Deutschland auf Berufsfelder wie Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Psychotherapie entfallen. In wöchentlichen Therapieeinheiten arbeiten sie zukünftig mit 80 Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und 21 Jahren. Die Kosten für die Therapie werden durch Vereinsmittel und Spenden bewusst niedrig gehalten. "Das soll sich jeder leisten können", sagt Björn Wojtaszewski vom Verein „?“. Das Einzugsgebiet des Petö-Förderzentrums in St. Leon-Rot reicht längst über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus.