MfK unterstützt den Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Uni Mainz

Spende eines neuen Geräts für die Hirnstammaudiometrie

Am Donnerstag den 25.06. 2015 fand die Übergabe der Geräte in der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz ( http://www.unimedizin-mainz.de/ ) statt. Der Vorstand von MfK mit Peter Böttcher, Jens Hebstreit und Volker Zimmerschied waren nach Mainz gekommen um die neuen Geräte in Funktion zu erleben. Nach der Vorführung von Dr. Sabine Nospes konnten die Gäste von MfK die Stationen bewundern.

Mit der Hirnstammaudiometrie beziehungsweise BERA-Methode (Brainstem Electric Response Audiometry) lassen sich Nervenreaktionen untersuchen, die bei der Verarbeitung von Hörreizen im Hörnerven und im Hirnstamm stattfinden. Die Methode kommt bereits bei Neugeborenen nach einem auffälligen Neugeborenen-Hörscreening zur weiterführenden Hördiagnostik zum Einsatz. Heute hat der Verein „Menschen für Kinder e.V.“ dem Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz eine neue Messapparatur gespendet, mit der sich diese Untersuchungen durchführen lassen. Der Wert des medizinischen Gerätes beläuft sich auf 18.000 Euro. Darüber hinaus übergab „Menschen für Kinder e.V.“ zwei Spezialendoskope im Gesamtwert von 7.000 Euro.

„Hörstörungen im Kindes- und Jugendalter frühestmöglich zu diagnostizieren, ist eine ganz zentrale Aufgabe des Schwerpunkts für Kommunikationsstörungen. In diesem Zusammenhang spielt die BERA-Untersuchungsmethode eine wichtige Rolle. Denn sie erlaubt eine Einschätzung des Hörvermögens bis zum Hirnstammbereich. Wir freuen uns daher sehr über die Spende des ´Vereins Menschen für Kinder´“, so die Leiterin des Schwerpunkts für Kommunikationsstörungen der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Dr. Anne Läßig.

Bislang war der Schwerpunkt Kommunikationsstörungen nur im Besitz eines derartigen BERA-Gerätes. „Dieses wurde in enger Taktung verwendet, Paralleluntersuchungen waren uns zeitlich nicht möglich“, sagt Dr. Läßig und ergänzt: „Das neue BERA-Gerät ermöglicht ebenfalls die Ableitung von sogenannten Notched Noise-Reizen, Chirp-Reizen, ASSR-Reizen und verschiedener Otoakustischer Emissionen. Damit erweitert das Gerät unsere Flexibilität und auch unsere Kapazitäten in der Hördiagnostik bei Säuglingen und Kleinkindern.“

Die BERA-Untersuchungen erfolgen in einer akustisch ruhigen und elektrisch ausreichend abgeschirmten Umgebung am schlafenden oder sehr ruhigen Patienten oder aber in Narkose. Insbesondere die vom Schwerpunkt für Kommunikationsstörungen durchgeführten frequenzbezogenen BERA-Untersuchungen finden aber nicht nur in der Diagnostik Anwendung. Vielmehr dienen sie auch zur Feinanpassung einer notwendigen Hörgeräteversorgung bei sehr kleinen oder in der Entwicklung verzögerten – beispielsweise mehrfach behinderten – Kindern. Zur Beurteilung unterschiedlicher Fragestellungen werden verschiedene akustische Reize verwendet.

 

 

Unser erstes Bild zeigt v.l.n.r. Dr. med. Anne Läßig, Leiterin des Schwerpunktes Kommunikationsstörungen, Peter Böttcher, Volker Zimmerschied, Jens Hebstreit, Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Matthias , Direktor der HNO-Klinik und  Dr. Sabine Nospes